Samstag, 11. Januar 2014

Nachtrag Weihnachtswolle. FO: Skisocken 2014.

Ich habe Euch noch ein fertiges Paar Socken vorenthalten, die pünkltich an Heiligabend fertig wurden.
Schließlich ist wieder Winter - wenn auch bisher ein erfreulich milder Winter - und der Meinige will wieder mit den Schulfreunden Skifahren gehen. Zeit also für die inzwischen traditionellen Skisocken. (Wir erinnern uns: 2012 und 2013).
Dieses Jahr gingen die Planungen sehr viel früher los, und so konnte auch ich früher mit den Socken anfangen. Da das Erfolgsgeheimnis beim Stricken für Andere bekanntlich darin besteht, möglichst genau die Wünsche und Bedarfe abzufragen, fragte ich also nach Bedarf (ja) und Farbwunsch (lila mit oranger Spitze und Ferse).
...
Lila?
-Ja.
Mit Spitze und Ferse in Orange?
-Ja. Und das Bündchen! Das Bündchen auch in Orange.
...
Bist du sicher? Lila? und Orange?
-Ja.

Okay.
Das war zwar etwas unerwartet und wäre auch nicht meine erste Wahl für eine Farbkombination gewesen, nach dem bißchen, was ich vom Farbkreis noch weiß, aber -hey! Es sind Socken, sie stecken in Stiefeln.
Und wenn Cezanne das kann...

oder Michelangelo...

Dann kann ich das auch.
Bitte sehr:

Stinknormale Socken, von der Spitze aus mit türkischem Anschlag. Da dieses die ersten Socken für den Meinigen mit "normalem" (vierfädigem) Sockengarn waren, und ich vergessen hatte, dass er deutlich schmalere Füße hat als ich, habe ich leider zu viele Maschen angeschlagen (64 - 60 hätten gereicht.) Die Strümpfe drohten, zu weit zu werden, also habe ich auf der Höhe des Spanns zum 2/2-Rippenmuster gewechselt - rund um, inklusive Sohle.
Lila. Ich kann die Farbe nicht fotografieren. Ist aber in diesem Fall vielleicht auch besser so...
 (Etwas faul, ich weiß, es sieht komisch aus, aber ich wollte  unbedingt bis Weihnachten fertig sein. Da wartet ein Pullover auf mich, und es gab ja noch mehr angefangene Strickprojekte. Von einem wißt Ihr noch gar nichts.)

Weil es komisch aussieht, wollte ich (in Absprache mit dem Meinigen) aus dem Fehler ein Designelement machen und habe vor der Bumerangferse gleichmäßig vier Maschen abgenommen und wieder auf glatt rechts gewechselt. Ein bißchen wie ein Mojo-Socken, nur ohne Links-Maschen-Wülste. Ich nenne sie nach Michelangelo's Libyscher Sybille.
Über den Erfolg lässt sich streiten.
Es ist auch deutlich schwieriger, eine Bumerang-Ferse zu stricken, wenn man mittendrin nicht zwei Runden über alle Maschen stricken darf, aber es geht.
Die Socken sind im Angesicht des Weihnachtsbaumes fertig geworden und wurden bereits mehrfach sehr zufrieden getragen. Ich bin nicht ganz so zufrieden, habe mir aber notiert:
60M in glatt rechts ist bei normaler Sockenwolle für den Meinigen richtig.



Die harten Fakten:
Abwandlung meines Rugby-Musters
angefangen: 10. Dezember 2013
fertiggestellt: 25. Dezember 2013
Wolle: Schachenmayr Regia Trendpoint in lila (6616) und orange (6619)


verbraucht:: 66 g lila, 25 g orange = 91g für das Paar. 
Größe/Maße: 41
Nadeln:Chiaogoo Red Lace, 2,75mm
weiteres Material: Stopfnadel/dicke Sticknadel zum Vernähen
Kosten: pro 100g Knäuel 6 Euro; aber auch noch 100g übrig...



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen